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20. Juli 2019

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Die Verknüpfung von Altbestand und Innovation

Die Verknüpfung von Altbestand und Innovation© Piqs.de/Zeppelin

Cloud-Services. Bei aktuellen Digitalisierungsprojekten geht es zumeist um übergreifende Produktionsprozesse und um neue Dienste in der Kundenbetreuung. Die Transformation dieser Bereiche erfordert technologische Flexibilität und die Ergänzung gewachsener IT-Strukturen.

(Christian Czaak) Um bestehende IT-Systeme in Digitalisierungsprozesse einzubinden oder mit neuen Anwendungen zu verknüpfen, setzen Unternehmen zunehmend auf Cloud-Services. Statt dauerhaft große eigene IT-Kapazitäten und Software-Lizenzen vorhalten zu müssen, können hier Ressourcen und letztaktuelle Technologien bedarfsabhängig genutzt werden.


Product Lifecycle Management als Cloud-Variante
„Viele Betriebe erkennen, dass eigene Rechenzentren im Bereich Produktentwicklung und übergreifender Wertschöpfungsketten nicht mehr ausreichen und auch betriebswirtschaftlich hinterfragt werden müssen“, sagt Michael Böhm, Global Account Manager von T-Systems Austria.
Speziell für Branchen, wo Produktionsketten nicht nur abteilungsübergreifend, sondern mit Partnerbetrieben oder Lieferanten auch unternehmensübergreifend passieren, hat T-Systems nun eine sogenannte Product Lifecycle Management (PLM) Cloud-Variante entwickelt.

Bedarfsorientierte Buchung virtueller 3D-Arbeitsplätze
Produzierende Industrie- oder Bauunternehmen können dabei für die Zusammenarbeit mit Zulieferbetrieben virtuelle 3D-Arbeitsplätze bedarfsorientiert buchen, wo von der mobilen Bearbeitung und Speicherung einfacher Dokumente bis hin zu CAD/CAM (Computer-Aided-Design & -Manufactoring) für Hoch- und Tiefbau oder sogenannte High-Performance-Computing-Dienste für Simulationszwecke flexibel skalierbar enthalten sind.
„Durch die Kopplung mit der Cloud unseres Auftraggebers ist es uns überhaupt erst möglich, zeitnah die Dokumentation zu unseren Teilen abzuliefern und diese in komplexe Produktionsstrukturen zu integrieren“, so der Manager eines Zulieferbetriebes für internationale Baukonzerne.

Neue digitale Services für Finanzdienstleistungsbereich
Im Finanzdienstleistungsbereich oder anderen Branchen mit einer großen Kundenanzahl dienen neue digitale Services wiederum primär für Kommunikation und Vertrieb. Konsumenten wünschen sich im Kontakt mit Unternehmen verständliche und unkompliziert zu nutzende Services sowie eine transparente Informationskultur.
Auf Grund einer Gesetzesänderung können Banken und Versicherungen nun mittels Online-Services Kunden neu gewinnen oder individueller beraten. Die Österreichische Finanzmarktaufsicht verlangt dazu die eindeutige Identifizierung und sichere Authentifizierung des Nutzers.

Kapsch BusinessCom entwickelt Identity and Signature-Service
Kapsch BusinessCom hat nun für diesen Bereich gemeinsam mit Europ Assistance, einem Kommunikationsdienstleister speziell für Versicherungen, ein sogenanntes Identity and Signature-Service als internetbasierende Anwendung entwickelt. Kunden können sich dabei über PC oder Smartphone registrieren und die sichere Authentifizierung kann unterschiedlichen Vorgaben entsprechend über verschiedene Verfahren erfolgen, von Foto- oder Video-Identmodulen über die elektronische Signatur bis hin zu biometrischer Gesichtserkennung oder Fingerprint.
Als modular aufgebautes System können auch komplexere Online-Beratungen und –Antragsstrecken umgesetzt und etwaig auch in bestehende IT-Systeme integriert werden. „Wesentlich sind frei definierbare Workflow-Prozesse mit der bedarfsorientierten Anbindung weiterer Dienste, etwa Bonitätsprüfungen über den Kreditschutzverband 1870“, erläutert Florian Schodritz, Business Development Manager bei Kapsch BusinessCom.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 18.03.2019