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26. Mai 2024

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Forschungsbasierte Innovation im Gesundheitswesen

Forschungsbasierte Innovation im Gesundheitswesen© pexels/mart production

Die massive Steigerung an vernetzten Informationsdaten erfordert entsprechende Maßnahmen bei Sicherheit und Verfügbarkeit. Neben Unternehmen arbeiten hier auch Infrastrukturbetriebe und Gesundheitseinrichtungen an neuen Strategien und Anwendungen.

(red/czaak) Die Digitalisierung bringt eine kontinuierlich steigende Vernetzung von betrieblichen Abläufen und das erstreckt sich von Abteilungen und Standorten über Lieferanten bis zu den Kundenkontakten mit neuen Schnittstellen und (vor allem) Daten an den verbundenen Prozessketten. Gleichzeitig belegen regelmäßige Vorfälle eine Zunahme an Sicherheitszwischenfällen über Hacker oder Schadsoftware.

Betroffen sind Unternehmen und Institutionen sowie systemrelevante Versorgungseinrichtungen im Bereich Infrastruktur und Gesundheitswesen. In Spitälern können Störungen beim Datenmanagement oder in der Kommunikation die medizinische Versorgung beeinträchtigen. Entsprechend fordert in diesem Kontext auch das Netz¬ und Informationssys¬temsicherheitsgesetz (NISG) entsprechende Schutzmaßna¬hmen.

Individuelles Frühwarnsystem von K-Businesscom bei Krankenhaus Spittal
Das Krankenhaus Spittal an der Drau steht seit vielen Jahrzehnten für die medizinische Versorgung Oberkärntens. Nach einer Bedarfsanalyse der IT-Verantwortlichen zur sicherheitsrelevanten Situation wurde klar, dass ein eigener Aufbau einer adäquaten IT-Sicherheit nur schwer möglich ist und K-Businesscom mit einem neuen Konzept beauftragt. Das Anforderungsprofil beinhaltete die Umstellung auf eine proaktive Sicherheitsstrategie und die Unterstützung in besonderen technischen Ausnahmesituationen.

K-Businesscom verfügt über ein eigenes Kompetenzzentrum rund um die Themen IT- und Cyber-Sicherheit und etablierte für das Krankenhaus Spittal ein individuelles Frühwarnsystem. Final wurden rund 600 IT-Geräte mit einer passgenauen Sicherheits-Konfiguration ausgestattet und sodann direkt mit der Security-Plattform des IT-Dienstleisters vernetzt. „Das Cyber Defense Center von K-Businesscom hilft uns bei der Früherkennung relevanter Vorfälle und wir können entsprechend rasch reagieren“, sagt Herbert Wutti, IT-Leiter im Krankenhaus Spittal an der Drau.

Steirischer Innovations-Cluster für Humantechnologie
Mit dem Thema Innovation im Gesundheitswesen beschäftigt sich auch der neue Cluster für Humantechnologie in der Steiermark. Partnerunternehmen wie Energie Steiermark, ams AG, Merkur Versicherung, Lebenshilfe oder K-Businesscom haben mit Medizintechnik, Pharma und Biotech sowie Gesundheit und Nachhaltigkeit Schwerpunkte definiert, wo gemeinsam neue Anwendungen entwickelt werden. Interdisziplinäre Ansätze, Querschnittsthemen und Qualifizierung sind dabei ebenso im Fokus wie internationale Vernetzung oder die Unterstützung spezifischer Start-Ups.

Aktuelle Projekte beschäftigen sich mit medizinischer Mikroelektronik und Sensortechnologie oder mit Materialwissenschaft und Biomarkerforschung. Erforscht und entwickelt werden auch Applikationen, die gesundheitsrelevante Daten über Insassen eines Fahrzeuges erfasst, auswertet und kommuniziert. „Wir erwarten uns durch die Kooperation mit führenden Firmen digitale Innovation im Bereich Health & Social Care weiter voranzutreiben“, kommentiert Franz Semmernegg, Vorstand bei K-Businesscom, den aktuell verkündeten Status als neuer Gesellschafter des Clusters.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 25.04.2023