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12. Juni 2024

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Die massive Ungleichheit bei den Einkommen

Die massive Ungleichheit bei den Einkommen© pexels/anders kristensen

Zwischen 1998 und 2016 ist die Ungleichheit bei Einkommen vor allem innerhalb von Städten gestiegen. Das zeigt eine neue Analyse von ifo Institut und EconPol Europe.

(red/mich) Die Ungleichheit bei den Einkommen ist in Deutschland zwischen 1998 und 2016 gestiegen. Das geht aus Steuerdaten hervor, die das ifo Institut und EconPol Europe analysiert haben. Bereits 1998 erzielten die zehn Prozent reichsten Steuerzahler fast 34 Prozent der Einkommen. 2016 ist der Wert auf über 37 Prozent gestiegen. „Neuere Zahlen liegen leider nicht vor“, sagt Andreas Peichl vom ifo-Instutut.

Einkommensanteil der ärmeren 50 Prozent sinkt von 19 auf 16 Prozent
Der Einkommensanteil der ärmeren 50 Prozent sank gleichzeitig von rund 19 auf 16 Prozent. „Einkommensunterschiede innerhalb von Städten und Gemeinden machen mehr als 95 Prozent der nationalen Ungleichheit aus. Es sind also nicht die Regionen, die sich auseinanderentwickelt haben, sondern die Städte“, so Peichl.

Die Einkommen in den Gemeinden in Westdeutschland seien im Durchschnitt ungleicher verteilt als im Osten. „Im internationalen Vergleich ist Deutschland gegenwärtig ein Land mit eher gemäßigter Ungleichheit zwischen den Regionen, aber mit einem wachsenden Maß an Ungleichheit innerhalb der Städte und Gemeinden“, sagt Paul Schüle, Forscher beim ifo-Institut.
Finanzausgleich oder Regionalpolitik beeinflussen Ungleichheit nicht wesentlich

Staatliche Maßnahmen zur Stärkung strukturschwacher Regionen wie Länderfinanzausgleich oder Regionalpolitik, würden aus dieser Perspektive Einkommensungleichheit nicht wesentlich beeinflussen. Diese Maßnahmen beträfen direkt nur den sehr geringen Teil der Einkommensungleichheit in Deutschland.

Dieser Faktor resultiert dann aus den Einkommensunterschieden zwischen den Regionen. Damit sich die Bruttoeinkommen in Deutschland nicht weiter auseinanderentwickelten, sollten daher andere Instrumente als ortsgebundene Maßnahmen in Betracht gezogen werden, so die Experten von ifo Institut und EconPol Europe.

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red/mich, Economy Ausgabe Webartikel, 14.03.2023