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20. September 2021

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Viele Deutsche Unternehmen existenziell gefährdet

Viele Deutsche Unternehmen existenziell gefährdet © Pexels.com/Maria Orlova

Knapp jedes fünfte Unternehmen ist in Deutschland durch Coronakrise bedroht. Einzelhandel und Dienstleister und Reisebranche besonders betroffen. Industrie und Freiberufler und Pharma entspannter.

(red/cc) Durch die Coronakrise sieht sich fast jedes fünfte Unternehmen in Deutschland bedroht. Das geht aus der neuesten Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. Demnach waren es im Februar rund 19 Prozent, nach rund 18 Prozent im November 2020 und knapp 22 Prozent im Mai 2020.

„Besonders gefährdet unter den großen Wirtschaftszweigen fühlte sich im Februar der Einzelhandel mit 34,5 Prozent der Firmen, vor den Dienstleistern mit 26,3 Prozent“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. Unterdurchschnittlich bedroht sehen sich der Großhandel mit rund 13 Prozent der Unternehmen, die Industrie mit 7,5 Prozent und der Bau mit 3,6 Prozent.

Industrie, Freiberufler und Pharma vergleichsweise entspannter
Die stärksten Existenzängste verspürt die Reisebranche mit knapp 84 Prozent der Firmen, Hotels (etwas über 82 Prozent) sowie Restaurants und Gaststätten mit knapp über 72 Prozent. Es folgen die Vermietung von beweglichen Sachen mit rund 33 Prozent, die Getränkeherstellung mit rund 27 Prozent sowie Werbung und Marktforschung mit rund 24 Prozent.

Vergleichsweise entspannt sind der Maschinenbau mit 5,6 Prozent, die Elektrobranche mit 4,4 Prozent, die Chemie mit knapp 4 Prozent, die Autoindustrie mit 2,3 Prozent, die Rechts- und Steuerberater mit 1,2 Prozent und die Pharmabranche mit 0,9 Prozent. „Insbesondere Unternehmen mit Liquiditätsproblemen fürchten um ihre Zukunft “, ergänzt Wohlrabe.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 22.03.2021