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18. Juli 2019

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Verpackungsindustrie wächst weiter

Verpackungsindustrie wächst weiter© Bilderbox.com

2018 verarbeiten rund 100 industrielle Hersteller 1,2 Millionen Tonnen Papier und Karton zu Verpackungen mit einem Geldwert von 2,4 Milliarden Euro. Branchenverband Propack verweist bei Bilanzpräsentation auf Plus von über drei Prozent bei Gewicht und Wert gegenüber 2017 und auf weitere Ökologisierung der Produktion.

(red/cc) Die Produkte der Propack-Verbandsunternehmen umfassen Verpackungen aus Wellpappe und Faltschachteln aus Karton, Getränkeverpackungen und flexible Verpackungen, Papierwaren für Hygiene und Haushalt wie Taschentücher, Servietten, Toilettenpapier oder Becher, weiters Büro- und Organisationsmittel sowie Bücher, Etiketten, Spielkarten, Tipping Paper oder auch Rollen und Hülsen. 

Exportquote und Materialpreise
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 hat die Branche 1,2 Mio. Tonnen an Produkten aus Papier und Karton abgesetzt und das ergibt ein Plus von 3,3 Prozent bei den verarbeiteten Tonnen an Material und entsprechend auch ein wertmäßiges Plus von 3,6 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro. Auch der Anteil der Exporte ist 2018 gestiegen, insgesamt wurden 753.000 Tonnen (+1,1 %) Produkte aus Papier und Karton im Wert von 1,75 Mrd. Euro (+4,9 %) exportiert. Wertmäßig beträgt die Exportquote der Branche 74 Prozent und damit erwirtschaften die Propack-Unternehmen 3 von 4 Euro im Ausland.

Im Vergleich der Produktgruppen stehen Verpackungen mit 49 Prozent des gesamten Produktionswerts an erster Stelle. Dazu zählen Wellpappe/-Verpackungen, Faltschachteln, flexible und sonstige Verpackungen im Wert von 1,15 Mrd. Euro. Die weiteren Produktgruppen sind Papierwaren für Hygiene und Haushalt, Büro- und Organisationsmittel und sonstige Papierwaren, wie Etiketten, Bücher, Spielwaren, Tipping Paper oder Rollen/Hülsen. Sie erzielen einen Produktionswert von 1,2 Mrd. Euro. „Bei einem durchschnittlichen Materialanteil von 50 Prozent quer über alle Branchen hatte der starke Anstieg der Rohmaterialpreise in den vergangenen Jahren für die Industrie allerdings eine klare Wertschöpfungsthematik zur Folge“, so der Propack-Verband in einer Aussendung zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Thema Ökologie von großer Relevanz
Die Zahl der Beschäftigten ist im Jahr 2018 um knapp ein Prozent auf 9.185 angestiegen. Die Branche hat weiterhin einen hohen Bedarf an Fachkräften und jungen Talenten, die sie zu einem großen Teil selbst ausbilden muss, da der Arbeitsmarkt nur wenige Bewerber mit fachspezifischen Kenntnissen anbietet. Aktuell werden 233 Lehrlinge in 25 Berufen ausgebildet. 2019 deuten die Prognosen auf eine Abschwächung der Konjunktur hin, was entsprechend auch die Verpackungshersteller betrifft. „In Summe ist eine Entwicklung in der Größenordnung des BIP zu erwarten“, so der Verband weiter.

Neben der wirtschaftlichen Bedeutung ist für Propack-Unternehmen auch das Thema Ökologie von großer Relevanz und hier insbesondere der Einsatz nachwachsenden, biologisch abbaubaren Rohmaterials sowie die breite Verwendung von Recyclingmaterial und die emissionsarme Produktion. Als Kreislaufindustrie beträgt etwa die Recyclingquote von Verpackungen aus Papier und Karton in Österreich Angaben zufolge knapp 90 Prozent und liegt damit schon heute klar über dem EU-Ziel von 75 Prozent für das Jahr 2025. „Papierfasern sind dabei ein wertvoller Sekundärrohstoff und können mehr als 25 Mal rezykliert werden“, unterstreicht der Verband in seiner Aussendung. 

Reduzierter CO2-Fußabdruck bei Ja! Natürlich
„Die Verbrauchereinstellung gegenüber Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandel hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert und die Verpackung ist derzeit im Fokus unserer Kunden“, erläutert Martina Hörmer, Geschäftsführerin von Ja! Natürlich. „Wir arbeiten bereits seit 2011 an Green Packaging Lösungen und haben etwa kürzlich die Ja! Natürlich-Käseverpackung in der Feinkost auf Papiertassen umgestellt. Damit konnte der CO2-Fußabdruck im Vergleich zur bisher verwendeten Plastiktasse um rund zwei Drittel reduziert werden“, betont Hörmer. „Für das naturbraune Papier wird heimisches Holz verwendet und auch die Fertigung der Verpackung erfolgt zur Gänze in Österreich. So können Transportwege minimal und die Wertschöpfung in Österreich gehalten werden“, ergänzt die Ja! Natürlich Chefin.

Der Fachverband Propack und Propack Austria repräsentieren die industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und Karton in Österreich. 100 Unternehmen verarbeiten und veredeln mit rund 9.200 Mitarbeitern in Österreich jährlich 1,2 Mio. Tonnen Papier und Karton zu Wellpappe, Verpackungen, Papierwaren für Hygiene und Haushalt, Büro- und Organisationsmitteln, Büchern und Broschüren sowie sonstigen Papierwaren.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 25.06.2019