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12. Juni 2024

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Unternehmen wie Menschen müssen rascher dekarbonisieren

Unternehmen wie Menschen müssen rascher dekarbonisieren© Pexels.com/davi pimentel

Um das 1,5 Grad Ziel zu erreichen ist einer aktuellen Studie von PwC zufolge eine Dekarbonisierungsrate von 17 Prozent nötig. Seit 2000 hat jedoch kein Land der G20-Nationen einen Wert von über 11 Prozent erreicht.

(red/mich/rucz) Die Welt hinkt beträchtlich hinter den notwendigen Anstrengungen her, um ein sicheres Klima für die Zukunft zu gewährleisten. Das ist das Ergebnis des sogenannten Net Zero Economy Index 2023 des Beratungsunternehmens PwC. Die jährliche erforderliche Dekarbonisierungsrate liegt nun bei exakt 17,2 Prozent, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu halten. Ein enormer Sprung im Vergleich zu den 2,5 Prozent, die im vergangenen Jahr erreicht wurden. 

Ökologischer Wandel ist machbar
Das Ergebnis unterstreicht die große Lücke zwischen den globalen Klimazielen und dem realen Fortschritt. Seit dem Jahr 2000 hat kein G-20-Land eine jährliche Dekarbonisierungsrate von über 11 Prozent pro Jahr erreicht. Als Spitzenreiter konnte Großbritannien 2014 eine Rate von 10,9 verzeichnen. Zum Vergleich: Während die G7-Staaten 2022 eine Reduktion von 1,2 erreichten, schafften die E7-Staaten eine Rate von 2,8 Prozent.

Die PwC-Analyse verdeutlicht, dass alle Länder ihre Anstrengungen intensivieren müssen, um die vom IPCC für 2030 gesetzten Ziele zu erreichen. Dies beinhaltet eine Emissionsreduktion um 43 Prozent und eine Reduktion der Kohlenstoffintensität um 78 Prozent innerhalb von sieben Jahren. „Dass wir die Welt siebenmal schneller dekarbonisieren müssen, ist ein Weckruf und kein Grund zum Verzweifeln. Der schnelle Ausbau von Wind- und Solarenergie in vielen Regionen zeigt: Wandel ist machbar“, so Thomas Steinbauer, Partner und Net Zero Leader bei PwC Österreich.

Links

red/mich/rucz, Economy Ausgabe Webartikel, 24.10.2023