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03. Februar 2023

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Resilienz und Nachhaltigkeit als neue Aufgaben der Digitalisierung

Resilienz und Nachhaltigkeit als neue Aufgaben der DigitalisierungLeadersnet.at_D.Mikkelsen

Kunden und Partner konfrontieren Unternehmen mit neuer Erwartungshaltung bei Ökologie und Ökonomie. Salesforce-Event belegt weiteres Anforderungsprofil der digitalen Transformation. Übergreifende Plattformen ermöglichen interaktiven Austausch für nachhaltige Produktivität.

(red/czaak) Salesforce (US), global größter Anbieter zum Thema interaktives Kundenmanagement, lud kürzlich in Wien seine Kunden, Partner und MitarbeiterInnen zur gemeinsamen Erörterung neuer digitaler Trends ein. Im Fokus standen dabei insbesondere die Themen Nachhaltigkeit und Resilienz im Kontext mit aktuellen gesellschaftlichen und geopolitischen Anforderungen.

Eine neue Welt mit großen Herausforderungen
„Wir leben in einer neuen Welt mit großen Herausforderungen für Unternehmen weltweit – Inflation, Personalmangel, Klimakrise, Energieversorgung, der Ukraine-Krieg,“ skizzierte Steffen Lange, Landeschef von Salesforce Austria, die aktuelle Situation. „Unternehmen müssen handeln, um nicht nur durch die nächsten Monate zu kommen, sondern sich auch künftig im internationalen Wettbewerb gut zu positionieren. Wir unterstützen Betriebe, resilienter in dieser neuen Welt zur werden, effizienter und auch produktiver“, so Lange.

Das Veranstaltungsprogramm beinhaltete neben Keynotes zu strategischen Themen und lösungsspezifischen Breakout-Sessions auch zahlreiche betriebliche Referenzbeispiele, wo die Besucher bereits praxiserprobte Innovationen zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und zur Umsetzung der digitalen Transformation begutachten konnten.

Die Transformation in der Handelsbranche am Beispiel von Hartlauer
Ein Beispiel für diese Transformation in der Handelsbranche mit einstmals rein stationären Geschäftslokalen hin zu kanalübergreifenden Shoppingplattformen ist Hartlauer. Um den Service und das Einkaufserlebnis für die Kunden zu verbessern, beauftragte Hartlauer den IT-Dienstleister Emakina mit der Implementierung einer cloudbasierten CRM-Anwendung von Salesforce (economy berichtete).

„Durch das perfektionierte Zusammenspiel von Inhalt, Dialog und Beratung profitieren unsere Kund:innen ebenso wie unsere Mitarbeiter:innen. Mit dieser digitalen Rundum-Lösung von Salesforce haben wir eine solide Basis geschaffen, um bestehende Kundenbeziehungen zu stärken und neue aufzubauen“, erläuterte Johannes Weinzierl, Bereichsleiter Marketing und IT bei Hartlauer.

Der Dienstleistungsbereich mit den kundenstarken Branchen Banken und Versicherungen
Auf Digitalisierung, Personalisierung und Kundenzentrierung setzen auch Dienstleister wie Banken und Versicherungen. Die Raiffeisenbank International (RBI) etwa verlagerte ihre Kommunikation in Werbung und CRM auf datengesteuerte kanalübergreifende Kommunikationsformen (engl. Omnichannel). Für dieses Projekt wurden die Anwendungen Salesforce Marketing Cloud und Interaction Studio ausgewählt und in das Raiffeiseneigene „MarTech Stack“ implementiert.

Durch diesen neuen Ansatz mit medienübergreifender Konvergenz von Marketing, Kommunikation und Technologie wurde RBI auch international zum branchenweiten Vorreiter. “Veränderung ist die einzige Konstante. Wir sind in 13 Märkten tätig, ein sehr wichtiger Faktor ist daher, ein offenes Mindset zu haben, um der Transformation zu begegnen“, unterstrich Christoph Kullnig, Head of Group Marketing bei Raiffeisen Bank International, den Innovationscharakter.

„Wir müssen dort sein, wo unsere Kunden sind“
„Wir müssen dort sein, wo unsere Kunden sind. Wir mussten Methoden und Werkzeuge finden, um unsere Kundendaten zu nutzen und damit eine stärkere Beziehung zu unseren (zukünftigen) Kund:innen aufzubauen. Die Lösungen von Salesforce passen genau zu unserer Strategie”, so Kullnig zu Rolle und Anforderungsprofil der hier eingesetzten digitalen Lösungen. Salesforce sieht die Unternehmen selbst als Plattformen für Veränderungen und dabei spielt die Themen Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung eine zunehmend große Rolle.

„‘Business as a platform for change‘ heißt für uns, dass wir gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und Werte wie Vertrauen, Chancengleichheit und Nachhaltigkeit, Kundenerfolg und Innovation nicht nur kommunizieren, sondern auch leben“, betonte Steffen Lange. „Damit die Welt für zukünftige Generationen lebenswert bleibt, müssen wir alles unternehmen, um den Anstieg der CO2-Emissionen zu bremsen und für den gleichberechtigten Zugang zu Bildung für Menschen jeglichen Hintergrunds sorgen“, so der Salesforce-Österreichchef.

Chancengleichheit im wettbewerbsintensiven Arbeitsmarkt
Im Rahmen der Veranstaltung kündigte Salesforce die „Salesforce Akademie für Partner und Kunden“ an, ein gemeinsames Projekt mit dem Weiterbildungsanbieter ETC. Konkret geht es um ein Programm, das digitale Bildung für jeden ermöglicht, auch für Quereinsteiger. Salesforce und ETC wollen damit eine Ausbildung von Fachkräften kreieren, um Menschen unabhängig von Alter oder Vorbildung einen Einstieg in stark nachgefragte Jobprofile zu ermöglichen.

„Der Mangel an geeigneten Fachkräften ist die größte Hürde der Digitalisierung und kann sie massiv verzögern. Dadurch haben bereits 39 Prozent der Unternehmen Österreichs Umsatzeinbußen“, sagte Christoph Becker, Geschäftsführer ETC. „Als Österreichs führender Anbieter von Fort- und Weiterbildung im Digital- und IT-Bereich verfügen wir über die notwendigen Ressourcen, um die digitalen Skills von Österreichs Arbeitnehmer:innen fundiert und zielgerichtet zu steigern“, so Becker von ETC.

Netto-Null-Emissionen und die CO2 neutrale Cloud und zu 100 Prozent erneuerbare Energien
Salesforce selbst lebt die Themen Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung in vielen Projekten und Initiativen weltweit vor. Unter anderem wurde Angaben zufolge das Ziel Netto-Null-Emissionen erreicht, die Cloud wird CO2-neutral bereitgestellt und nutzt zu 100 Prozent erneuerbare Energien für den Betrieb. Fester Bestandteil der Firmenpolitik ist zudem das 1-1-1-Modell. Dahinter steht, dass 1 Prozent des Eigenkapitals des Unternehmens, 1 Prozent der Produkte und 1 Prozent der Zeit der Mitarbeiter:innen der Gemeinschaft zugutekommen müssen.

Im Rahmen von 1-1-1 unterstützt Salesforce weltweit die Organisation „Plant for the Planet“ für die Neu- und Wiederanpflanzung von Wald. Auch in Österreich ist Salesforce als Baumpartner von Wald4Leben aktiv (economy berichtete). Im niederösterreichischen Groß-Siegharts beispielsweise, hat das lokale Salesforce-Team in Zusammenarbeit mit der Organisation und tatkräftig unterstützt von Kunden und Partnern an nur einem Tag 1.050 Bäume gepflanzt.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 06.12.2022