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19. Juli 2019

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Mission mit Vision

Mission mit Vision© Bilderbox.com

Wirtschaftswachstum und Künstliche Intelligenz. BM für Digitalisierung und Wirtschaft und Beraterorganisation Accenture präsentieren Studie über Einsatz und Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) am Wirtschaftsstandort Österreich.

(red/czaak) Die Bundesregierung arbeitet aktuell an einer KI-Strategie, die im Sommer 2019 finalisiert werden soll. Ministeriumsübergreifende Arbeitsgruppen widmen sich dabei sieben unterschiedlichen Themenfeldern ‒ von Ausbildung und Ethik bis hin zu Recht und Wirtschaft. Eine begleitende Accenture-Studie soll nun zeigen, dass ein verstärkter Einsatz von KI direkte Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum hat und entsprechend konkrete politische Handlungsempfehlungen unterstützen.

Internationale Erfahrungen als Ausgangsbasis
Aktuell macht dieses Wachstum 1,4 Prozent aus, mit KI könnte das auf drei Prozent gesteigert werden. „Die Accenture-Studie ist ein wertvoller Input für die Arbeitsgruppen, um im Vorfeld Handlungsfelder und positive Auswirkungen für den Standort zu definieren“, so Margarete Schramböck, Ministerin für Digitalisierung und Wirtschaft. Ihr Ressort hatte zuletzt bereits gemeinsam mit dem BM für Verkehr, Innovation und Technologie ein Strategiepapier zur Identifizierung KI-tauglicher Zukunftsfelder ausgearbeitet (Artificial Intelligence Mission Austria 2030).

Die jetzige Studie wurde von Accenture im Zeitraum Jänner bis April umgesetzt. Eingeflossen sind dabei zahlreiche internationale Analysen sowie Praxisbeispiele und länderübergreifende Erfahrungen des global tätigen Beratungsdienstleisters. Zentraler Bestandteil ist eine makroökonomische Modellrechnung von Accenture und Frontier Economics, welche Bruttowertschöpfung und Auswirkungen von KI-Nutzung bei zwölf führenden Volkswirtschaften im Zeitraum 2016 bis 2035 einbezieht.
 
„Gerade Österreich kann aufgrund der Struktur der Volkswirtschaft und mit dem hohen Automatisierungspotenzial massiv von KI profitieren“, erläutert Michael Zettel, Managing Director von Accenture Österreich. Zettel betonte noch, dass „bereits viele Industrieländer eine entsprechende KI-Strategie entwickelt und lokale Schwerpunkte definiert haben.“
 
Branchen mit dem höchsten KI-Potenzial
Ein erster Ansatzpunkt für KI ist die Produktivität der Beschäftigten in Österreich, „diese kann dank KI um 30 Prozent steigen“, so der Accenture-Manager weiter. Und: „KI kann in allen Wirtschaftszweigen zu Hebeln zusätzlicher Wertschöpfung werden. Ein besonders hohes Potenzial erkennen wir in der Produktion, in der Landwirtschaft und im Handel“, erläutert Zettel weitere Ergebnisse der aktuellen Studie.

Produktion und Handel hätten zudem „einen bedeutenden Anteil an der gesamtösterreichischen Bruttowertschöpfung“ und „mit den derzeitigen rasanten Fortschritten in der KI wird nun die Bedeutung der Datenströme in der Industrie zum entscheidenden Wirtschaftsfaktor“, so die gemeinsame Analyse von BMDW und Accenture.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 07.05.2019