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17. August 2019

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Wasserkraft, Industrieproduktion und Tourismus

Wasserkraft, Industrieproduktion und TourismusBMDW_MatthiasSilveri

Projekte „Hydrogrid“, „Cubes“ und „Knowledge Graph“ gewinnen abermals neu konzipierten Staatspreis Digitalisierung 2019.

(red/czaak) Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort hat aktuell den Staatspreis Digitalisierung für hervorragende digitale Produkte, Dienste und Anwendungen in Österreich vergeben. Der abermals neu konzipierte Staatspreis ersetzt den früheren (zu Beginn von economy mitbegründeten) Staatspreis für Multimedia und E-Business und nun auch den erst 2017 neu adaptierten Staatspreis „Digital Solutions“.

Aktuell sollen nun drei Kategorien die zentralen Aspekte der Digitalisierung abbilden. Das betrifft durch Digitalisierung geschaffenen Produkte und Lösungen sowie Digitale Transformation und eine Kategorie mit wechselndem Thema, diesmal Künstliche Intelligenz. Im heurigen Jahr wurden 115 Projekte eingereicht. Neben den Hauptkategorien wurden noch Sonderpreise zum Thema „Digitale Verwaltung“ und „Digital Woman Leader“ (Anm. Digitaler Frauen-Leiter…) vergeben.

Die Themen der Siegerprojekte
In der Kategorie "Digitale Produkte und Lösungen" wurde das Projekt "Hydrogrid" der gleichnamigen Firma aus Wien ausgezeichnet. Diese ‚Software as a Service‘-Lösung soll als Schnittstelle im Leitsystem insbesondere von kleinen Kraftwerken die operativen Prozesse zur optimalen Prognose und Vermarktung der Kraftwerke steuern.

In der Kategorie „Digitale Transformation" setzte sich "Cubes" von der ebenso gleichnamigen Firma aus Salzburg durch. Hier geht es um eine digitale Wertschöpfungskette in der Herstellung von konturnahem und materialsparendem Guss für Formteile im Segment der Automobil- und Flugzeugzulieferungsindustrie.

Und die Kategorie "Künstliche Intelligenz" ging an die SalzburgerLand Tourismus für das Projekt "Touristischer Knowledge Graph des SalzburgerLandes". Dabei geht es um digitale Kommunikation mittels semi-automatischer Strukturierung, Annotierung sowie Erkennung und Vernetzung von Bedeutungszusammenhängen.

Nominierte Projekte und Zusatzpreise
Neben den Preisträgern waren noch die folgenden Projekte nominiert: „Graphsense“ vom Austrian Institute of Technology (AIT) zum Thema Cyber-Security, WorkHeld von der Firma Tablet Solutions GmbH zum Thema Sprachassistent, weiters „eBody“ von der Humanomed IT Solutions zum Thema E-Health sowie ivii.smartdesk von der Firma ivii, weiters ein Projekt gegen Hasspostings auf KI-Basis von der Tunnel23 Werbeagentur und schließlich Lintrac110 von der Firma Traktorenwerk Lindner, ein Projekt zum Thema autonome Landmaschinen.

Der Sonderpreis zum Thema „Digitale Verwaltung ging an das Projekt „Elektronische Akteneinsicht (Justiz 3.0)" des Justizministeriums und den Sonderpreis „Digital Woman Leader erhielt Gertrude Kappel (Univ.-Prof. DI Mag. Dr.) Professorin für Wirtschaftsinformatik an der TU Wien und Leiterin des Vienna Informatics Living Lab, ein eigens konzipiertes Informatik-Informationsangebot für Schulen.

„Beim Staatspreis holen wir hochwertige Leistungen und Best Practices im Bereich der Digitalisierung vor den Vorhang und schaffen damit ein Gütesiegel für besonders innovative Leistungen im digitalen Bereich“, so Margarete Schramböck Digitalisierungsministerin. Veranstaltet und umgesetzt wird der Staatspreis von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

 

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 26.04.2019