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16. October 2019

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Neue Leitung für wirtschaftsnahe Forschung

Neue Leitung für wirtschaftsnahe ForschungBMDW_Dolenc

Wirtschaftsministerin Elisabeth Udolf-Strobl bestellt mit Martin Gerzabek neuen Präsidenten für Christian Doppler Forschungsgesellschaft. Ehemaliger Rektor der Wiener Boku übernimmt Funktion von Reinhart Kögerler.

(red/cc) Martin Gerzabek (Univ.Prof. DI Dr.) wird mit 1. Juli die Nachfolge von Reinhart Kögerler (Univ.Prof. Dr.) der Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG) übernehmen. Der ehemalige Rektor der Universität für Bodenkultur in Wien wurde Ende 2018 als einer von zwei Kandidaten durch das CDG-Gremium vorgeschlagen und nun vom zuständigen Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaft offiziell mit der neuen Funktion betraut.

„Standortrelevante Forschung vereint wissenschaftliche Exzellenz und wirtschaftliche Praxis. Wir müssen schneller von der Idee zum Produkt kommen und digitale Technologien als Chance für künftige Entwicklungen nutzen“, so Elisabeth Udolf-Strobl, designierte Wirtschaftsministerin im neuen Kabinett von Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein anlässlich der Bestellung.

“Innovation ist für unsere Unternehmen ein Schlüssel zu erfolgreicher Wettbewerbsfähigkeit und sichert wertvolle Arbeitsplätze in Österreich. Daher unterstützen wir als Ressort die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft und entsprechend auch die CDG als ein Flaggschiff in diesem Bereich“, unterstreicht Udolf-Strobl.

Internationales Vorzeigemodell
„Christian Doppler Labors und Josef Ressel Zentren sind zentrale Förderprogramme für Universitäten und Fachhochschulen, die von Unternehmen stark nachgefragt werden und auch international als Best Practice Modell für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft gelten “, so Martin Gerzabek.

„Das Modell steht für wissenschaftliche Exzellenz und unternehmerische Innovation, es muss auch in Zukunft gestärkt werden, um den Wirtschaftsstandort Österreich weiter voranzubringen,“ betont Gerzabek als designierter CDG-Präsident.

Fundierte Experte in Wissenschaft und Wirtschaft
Als Rektor der Wiener Boku (2003-2018) verfügt Gerzabek über entsprechendes Wissen ob der Interessen von Wissenschaft und Wirtschaft. Er unterstützte etwa die Implementierung zahlreicher CD-Labors und kennt deren Bedeutung für die Universitäten. Als ehemaliger Chef der Umweltforschung im Österreichischen Forschungszentrum Seibersdorf bringt Gerzabek zudem auch Erfahrungen in der außeruniversitären Forschung mit.

„Mit Martin Gerzabek bekommt die CDG einen anerkannten Experten als neuen Präsidenten, der in seinen bisherigen Funktionen die Annäherung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft stets vorangetrieben hat“, erläutert die neue Wirtschafts- und Digitalministerin Elisabeth Udolf-Strobl.

Erfolgsgeschichte Christian Doppler Forschungsgesellschaft
Die CDG selbst steht seit rund 25 Jahren für die erfolgreiche Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft. In dieser Zeit konnte sie von 14 aktiven CD-Labors im Jahr 1995 auf mittlerweile 100 aktive Forschungseinheiten wachsen. 180 Unternehmen engagieren sich 2019 in den CD-Labors sowie verwandten Josef Ressel Zentren und stärken ihre Innovationskraft durch anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Rund 1.000 junge WissenschafterInnen arbeiten derzeit in den Forschungseinheiten der CDG.

„Wachstum und Erfolgsgeschichte der Christian Doppler Forschungsgesellschaft ist stark mit ihrem bisherigen Präsidenten Reinhart Kögerler verbunden“, ergänzt Martin Gerzabek. „Ich möchte daher ihm und der langjährigen Generalsekretärin Judith Popela meinen herzlichen Dank aussprechen“. Als Nachfolger der ebenfalls scheidenden Generalsekretärin Popela wurde Jürgen Pripfl nominiert.

Das Fördermodell der CDG
Die CDG gilt in Österreich als Wegbereiterin für anwendungsorientierte Grundlagenforschung und die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft. In CD-Labors an den Universitäten sowie den Josef Ressel Zentren an Fachhochschulen arbeiten Wissenschafter mit innovativen Unternehmen zusammen.

Im Fokus stehen Innovation, Fortschritt sowie Standortsicherheit und davon sollen alle Beteiligten und letztlich die gesamte Gesellschaft profitieren. CD-Labors und Josef Ressel Zentren werden von der öffentlichen Hand und den beteiligten Unternehmen gemeinsam finanziert. Wichtigster öffentlicher Fördergeber ist das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW).

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 07.06.2019