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20. September 2021

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Forschungsförderung für Ernährung, Medizin und Gesundheit

Forschungsförderung für Ernährung, Medizin und Gesundheit© Pexels.com/Any Lane

Niederösterreichische Forschungsprogrammlinie vergibt neue Gelder. Regenerative Medizin, Krebsforschung und Infektionsbekämpfung bei Rindern als Projekte von Donau Uni Krems und Vet-Med Uni Wien.

(red/mich/cc) Gesundheit und Gesundheitsversorgung nachhaltig zu sichern beginnt bei präventiven Ansätzen über ausgewogene, gesunde Ernährung, geht über stabile Nahrungsmittelketten bis zu neuen medizinischen Entwicklungen und Produktionsverfahren. Neue Technologien ermöglichen dabei gänzlich neue Ansätze und Forschung und Innovation (FTI) sind wiederum die Basis für deren Entwicklung.

Das Land Niederösterreich schreibt regelmäßig Calls für angewandte Forschungsprojekte aus. Aus dem letzten August gestarteten FTI-Call zum Thema „Ernährung – Medizin – Gesundheit“ wurden nun nach umfassender externer Evaluierung drei Projekte als förderwürdig nominiert und diese werden nun mit über 500.000 Euro (Anm. exakt 516.527,41) gefördert.

Hydrogelvarianten für die regenerative Medizin
Im Projekt „3D-gedruckte Hydrogele und injizierbare Hydrogele in einem ex vivo-Knorpeldefekt-Modell“ vom Zentrum für Regenerative Medizin an der Donau-Universität Krems sollen zwei Hydrogelvarianten für die regenerative Medizin hergestellt werden.

Der Mangel an Gewebetransplantaten und anderen Rekonstruktionsoptionen bei Knorpelverletzungen intensiviert die Suche nach neuen, biologischen Methoden der Knorpelgeweberegeneration. Mittels 3D-Biofabrikation wird in diesem Projekt versucht Biomaterial zu entwickeln, welches die Behandlungslast von Knorpelverletzungen verringert.

Beim Projekt „Prionen und Krebs: Tests für Gewebe, Zellen, Vesikel“, der Abteilung für Biomedizinische Forschung der Donau Uni Krems in Kooperation mit OncoLab Diagnostics, geht es um die Entwicklung diagnostischer Tests für „infektiöse“ Prionen. Prionen sind Krankheitserreger bei diversen neurodegenerativen Erkrankungen, etwa die Creutzfeld-Jakob-Krankheit beim Menschen oder BSE („Rinderwahn“) beim Rind. Bestimmte Proteincluster (Prionen) können hier infektiös sein und solche Proteinaggregate können auch bei Krebs eine Rolle spielen. Um die Überlebenschancen von Krebspatienten zu erhöhen, befasst sich das Projekt mit neuartigen Testmethoden.

Empfindlichkeit und Genauigkeit bei serologischen Diagnosetests
Das Projekt LORN – „LeptOspirose bei Rindern in Niederösterreich“ ist ein Projekt der Veterinärmedizinischen Universität Wien, wo an der VetFarm am niederösterreichischen Kremesberg an der bakteriellen Infektionskrankheit Leptospirose geforscht wird. Speziell wird versucht Leptospirose-Stämme von infizierten Rindern zu isolieren, um die Empfindlichkeit und Genauigkeit des serologischen Diagnosetests für Menschen und Tiere zu verbessern.

„Die Projekte treffen den Zahn der Zeit und zeigen, dass Forschung zu gesundheitsrelevanten und medizinischen Themen in Niederösterreich stark verankert ist“, unterstreicht Johanna Mikl-Leitner, Landeschefin von Niederösterreich. Noch bis zum 12. Februar 2021 können für den FTI-Call Dissertationen eingereicht werden. Der Call unterstützt die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen bei der Anstellung von Doktoranden.

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red/mich/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 02.02.2021