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30. Juli 2021

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Der neue Supercomputer für Österreichs Forschung

Der neue Supercomputer für Österreichs Forschung© Pexels.com/Pixabay 50711

Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck bauen den Vienna Scientific Cluster (VSC-5) zum leistungsstärksten Supercomputer Österreichs aus. Wissenschaftsministerium unterstützt Aufbau.

(red/mich/cc) Rechenleistung auf Weltklasseniveau ist in vielen Forschungsbereichen unverzichtbar geworden. Seit dem Jahr 2009 kooperieren mehrere österreichische Universitäten und betreiben gemeinsam einen Supercomputer – den Vienna Scientific Cluster (VSC). Im Dezember 2019 wurde der VSC-4 eröffnet, bereits damals einer der 100 leistungsfähigsten Computercluster der Welt. Nun wurde die Anschaffung des VSC-5 beschlossen. Er soll noch einmal deutlich leistungsfähiger sein als seine Vorgänger und dieses Jahr in Betrieb gehen.

Mehr Leistung durch Zusammenarbeit
Aufgebaut wird der VSC-5 an der TU Wien in Kooperation mit der Uni Wien, der TU Graz, der Universität Innsbruck und der BOKU Wien. Unterstützt wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung. „Indem wir unsere Ressourcen bündeln können wir gemeinsam der Forschung einen viel leistungsfähigeren Supercomputer zur Verfügung stellen, als das einer einzelnen Universität möglich wäre“, sagt Herbert Störi von der TU Wien und Leiter des VSC-Zentrums.

Nach einer europaweiten Ausschreibung wurde nun die Firma Megware aus Chemnitz (D) mit dem VSC-5 Projekt beauftragt. Angaben zufolge wird das System aus knapp 99.000 AMD-Kernen bestehen – mehr als das zweieinhalbfache der 37.920 Kerne, aus denen das Vorgängermodell VSC-4 bestand. Das System ist großteils heißwassergekühlt, besonderer Wert wurde auch auf die Energieeffizienz gelegt, so die TU-Wien in einer Aussendung.

Links

red/mich/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 18.06.2021