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zur Startseite "Wirtschaft"Viel für nichts
Foto: APA/Roland Schlager„Wien ist anders“ wirbt ein Slogan. Stimmt. Wien ist ein Gesamtkunstwerk. Stimmt auch, denn Kultur ist in der Donaumetropole omnipräsent. Was die Stadt zu bieten hat, ist beeindruckend. Einen Vergleich mit anderen europäischen Hauptstädten muss sie nicht scheuen, im Gegenteil: Wien ist einzigartig. Auf mehr als 120 Bühnen gibt es täglich Aufführungen. Die Palette reicht vom klassischen Welttheater über zeitgenössische Produktionen bis hin zu avantgardistischer Schauspielkunst.
„In Wien stehen mehr als 60.000 Sitzplätze Abend für Abend im Bereich Theater und Musik zur Verfügung“, betont Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ). Rund 20 Mio. Menschen besuchen pro Saison mindestens eine Kultureinrichtung in Wien. Und haben dabei die Qual der Wahl. Die Kulturverantwortlichen städtischer und privater Einrichtungen können getrost behaupten, viel für nichts, aber nie etwas umsonst zu tun.
Geschenke für die Bürger
Ob Eröffnung der Wiener Festwochen, Donauinsel-Fest, Europa-Konzert der Wiener Philharmoniker in Schönbrunn, Musikevents am Karlsplatz – mit Topereignissen werden Einheimische wie Gäste verwöhnt. Das Besondere: Für diese Veranstaltungen benötigt man kein Ticket. So auch für das Filmfestival am Rathausplatz, das jeden Sommer bis zu 700.000 Menschen anlockt. Ein solches Ereignis über drei Monate hinweg sucht europaweit seinesgleichen.
Ins neunte Jahr geht 2010 die weltweit einzigartige Aktion „Eine Stadt. Ein Buch“, bei der die Stadt Wien anlässlich der Messe „Buch Wien“ alljährlich 100.000 eigens nachgedruckte Exemplare eines Buchs an ihre Bürger verschenkt. Spaß am Buch und Lesen soll damit angeregt werden.
Die Messe „Jeder für Jeden“ findet heuer bereits zum siebenten Mal statt. Bei freiem Eintritt gibt es jede Menge Information über Einrichtungen und Vereine und das breite Angebot der Stadt Wien. Doch damit nicht genug: Im Museum für Angewandte Kunst, das als Kulturinstitution einen hervorragenden Ruf nicht nur in Österreich genießt, heißt es an allen Samstagen im Jahr: Eintritt frei! Auch der ORF bietet samstäglich im Radiokulturhaus Gratiseinblicke hinter die Kulissen.
Moderate Eintrittspreise
Aber nicht nur zum Nulltarif, sondern auch „für kleines Geld“ lässt sich in Wien ein ganzes Füllhorn Kulturelles entdecken, erleben und genießen. Wie beispielsweise im Burgtheater, das viel beachtete Inszenierungen auf die Bühne bringt, die sich sowohl wohlhabende Abonnenten als auch arme Studenten dank moderater Eintrittspreise im unteren Segment leisten können. Das gibt es nicht überall und manchmall zuallerletzt in der Provinz. Auf wunderbare Art haben sich in Wien also zwei getroffen: Kultur findet Stadt.
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