Wirtschaft
zur Startseite "Wirtschaft"Gute Nachrede
Foto: Bilderbox.comDie Branche, die das World Wide Web am schnellsten zu ihrem Vorteil nutzen konnte, ist der Handel. Das Web ermöglicht die Erschließung breiter Kundenschichten ohne eine teure und wenig flexible Filialstruktur. Nun kann auch der kleine Elektrohändler aus Fürstenfeld global agieren – oder zumindest Kundschaft jenseits der Bezirksgrenzen ansprechen.
Aber für den Handel ist das Internet keine Card Blanche zum Geldverdienen. Im Gegenteil – traditionelle Vorteile wie ein umsatzstarker Standort oder die bekannte Handelsmarke verlieren tendenziell an Bedeutung. Und allein über den Preis lässt sich im Internet nichts verkaufen. Es findet sich immer einer, der billiger ist.
Entscheidend für den Erfolg des Online-Händlers ist seine hohe Reputation beim Kunden. Um eine gute Nachrede zu haben, muss die ganze Prozesskette von der Produktpräsentation bis zur Auslieferung wie ein präzises Uhrwerk laufen. Passiert nur ein einziger Fehler, wird der Kunde das nächste Mal woanders einkaufen. Zumindest dann, wenn auch das Beschwerdemanagement versagt. „Handel im Internet erfordert eine hohe Servicequalität“, betont Roland Toch, Geschäftsführer von Wirecard CEE, „Service am Kunden bedeutet auch das passende Zahlungsmittel zur Verfügung zu stellen.“
Als unabhängiger Dienstleister unterstützt Wirecard CEE die Händler bei der Auswahl der zu ihrem Geschäftsmodell passenden Zahlungsmittel. „Wirecard CEE, vormals Qenta, war schon dabei, als der Internethandel das Laufen lernte“, sagt Toch, „Der Händler profitiert von unserer Erfahrung und von unserem hohen Bekanntheitsgrad bei Konsumenten.“ Die Kunden vergleichen heute Angebote und Preise europaweit. Ob sie dann auch grenzüberschreitend einkaufen, ist letztlich eine Vertrauensfrage.
Das Vertrauen ist nicht immer gerechtfertigt, wie der jüngst aufgeflogene Betrugsfall um gefälschte Internetshops zeigt. Deutsche Internetkriminelle boten zwei Jahre lang Autos, Elektrogeräte und Markenware über ständig wechselnde Onlineshops an. Die gutgläubigen Kunden überwiesen Vorauszahlungen auf die Konten von Strohmännern, die Ware sahen sie nie.
„Für den Laien sind betrügerische und seriöse Webshops oft kaum zu unterscheiden“, sagt Toch, „Zertifizierungen und Gütesiegel geben da Orientierung.“ Auch die international bekannte Marke eines Zahlungsmittelproviders hilft dem Konsumenten, die Seriosität des Webshops einzuschätzen. Das gilt besonders für Kunden aus dem Ausland, denen das dahinterstehende Handelsunternehmen vor dem ersten Einkauf meist unbekannt ist.
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