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Foto: Fotolia.comDas Volumen an digitalen Daten in Unternehmen wächst ständig; Verwaltung, Ablage und Suche nach Geschäftsinformationen verursachen steigende Kosten. Daten zu speichern ist keine große Kunst, doch die Königsdisziplin ist intelligentes Datenmanagement bei gleichzeitig geringen Kosten. Das liefert die Basis, damit relevante Geschäftsdaten den Nutzern prompt zur Verfügung stehen.
Speichervolumen wächst
Horst Bratfisch, Leiter des IT-Infrastruktur-Bereichs bei Raiffeisen Informatik, kennt die Problematik: „Die stetig anschwellende Datenflut der modernen Informationsgesellschaft stellt uns vor immer neue und immer größere Herausforderungen. Im Storage-Bereich verzeichnen wir in unserem Rechenzentrum ein jährliches Wachstum von weit über 40 Prozent. Das bedeutet, dass unsere Kunden das Volumen alle zwei Jahre verdoppeln.“
Die sichere Speicherung von Daten allein genügt heute nicht mehr. Immer strengere Gesetze im Hinblick auf Aufbewahrung und Archivierung digitaler Informationen erfordern ein professionelles Datenmanagement, das sämtliche Geschäftsbereiche umfasst. Das wachsende Speichervolumen verursacht aber auch höhere Kosten.
Lebenszyklus betrachten
Mit Methoden wie der Konsolidierung und Virtualisierung von Daten versucht modernes Datenmanagement, die gestiegenen Anforderungen zu meis-tern. Ein wichtiger Teilbereich des Datenmanagements ist das Information Lifecycle Management (ILM), wie Horst Bratfisch berichtet: „Ziel von ILM ist es, die richtigen Daten zum richtigen Zeitpunkt dort verfügbar zu machen, wo sie benötigt werden – und das zu den geringstmöglichen Kosten. Hierzu wird der gesamte Lebenszyklus der Informationen von der Erstellung über die Nutzung bis hin zur Vernichtung betrachtet.“
Generell gilt für eine Speicherstrategie nach dem ILM-Ansatz: Je wichtiger die Daten für ein Unternehmen und seine Prozesse sind, desto höher sollte ihre Verfügbarkeit sein und des-to kostspieliger sind die geeigneten Speichermedien.
Dazu Bratfisch weiter: „In unserem Rechenzentrum sind Daten, die permanent im Zugriff sein müssen, im Enterprise Storage gespeichert; dort sind sie hochverfügbar. Weniger aktuel-le Daten werden automatisch in einen Langzeitspeicher ausgelagert. Informationen, auf die Anwender eher selten zugreifen, werden auf Magnetbändern archiviert. Sollten die Informatio-nen wieder relevant sein, werden die Daten auf die Online-Medien zurückgespielt, und der Kreislauf beginnt von vorn.“