Technologie
zur Startseite "Technologie"Umbruch in der Zeitungsbranche
Foto: AppleDie österreichischen Verlagshäuser setzen sich im Moment intensiv mit den Möglichkeiten auseinander, die ihnen der boomende Markt der Tablet-PCs eröffnet. „Mobile Endgeräte wie das iPad sind derzeit die wichtigste technologische Innovation für Printmedien“, sagt Gerald Klima, Geschäftsführer der APA-IT, „sie haben über die nächsten zehn Jahre betrachtet das Potenzial, das Papier zu einem großen Teil abzulösen.“ Das wird sich auch auf das Erlösmodell der Verlage, den Produktionsprozess und die Vermarktung auswirken.
Der IT-Dienstleister weiß, wie Medienunternehmen funktionieren und was sie erfolgreich macht. „Technologische Führerschaft allein ist zu wenig, um am Markt Erfolg zu haben. Es geht darum, die Geschäftsprozesse der Kunden zu verstehen und sie bei der Erreichung ihrer Ziele zu unterstützen“, sagt Klima. Das beginnt bei speziellen Medienthemen wie einem Redaktionssystem, gilt aber gleichermaßen für scheinbar universelle Themen wie Outsourcing – denn hier haben Medien rund um die Uhr besondere Anforderungen an die Verfügbarkeit ihrer IT-Infrastruktur.
Branchenverständnis bewährt sich besonders dann, wenn es zu Umbrüchen in einem Wirtschaftszweig kommt. Um das Printprodukt aufs Tablet zu bringen, hat APA-IT eine App für das iPad entwickelt – eine weitere für Android soll bald folgen. Damit die Produktion der iPad-Version mit einem geringen Aufwand für die Redaktion verbunden ist, setzt die App auf Daten auf, die in der Redaktion bereits vorhanden sind – die PDF-Version der Zeitung. Zusätzlich integriert APA-IT Schnittstellen für Werbevermarkter, so finden auch Anzeigen ihren Weg in die iPad-Zeitung.
Die Zeitungs-App bietet ein Erscheinungsbild eng an der Printversion, liefert aber zusätzliche Inhalte wie Videos, Slideshows, Grafiken oder Live-Ticker und die Verlinkung zu Quellen im Internet. Zu den Funktionen der App gehören neben Zoom und Drehen ein Inhaltsverzeichnis, das Laden von älteren Ausgaben, Ortserkennung und Alarmierungen. Derzeit nutzen unter anderem WirtschaftsBlatt, Kurier, Vorarlberger Nachrichten und die Tiroler Tageszeitung diese Eigenentwicklung der APA-Tochter.
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