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zur Startseite "Technologie"Optimierungen mit Potenzial
Foto: Photos.comGerade in turbulenten Konjunkturzeiten ist Agilität ein unabdingbarer Faktor für den finanziellen Erfolg eines Unternehmens. Nur wer in der Lage ist, seine Unternehmensprozesse zu vermessen, erkennt den Handlungsbedarf, um im Wettbewerb zu bestehen. Das Geschäftsprozessmanagement (Business Process Management – BPM) ist im Umfeld der Unternehmenslösungen nun keine neue Thematik. Das gilt insbesondere für SAP-Anwendungen, deren Referenzprozesse als Aris-Modelle mit der Lösung ausgeliefert werden.
Im Rahmen der kundenspezifischen Anpassungen lassen sich diese an den konkreten Prozessanforderungen eines Unternehmens ausrichten, wobei im Rahmen der Modellierung kompletter End-to-End-Prozesse aus betriebswirtschaftlicher Sicht in der Regel SAP-fremde Prozesselemente mit einbezogen werden. Die SAP-relevanten Teile werden im Anschluss für das weitere Vorgehen bis hin zur Inbetriebnahme in den SAP Solution Manager überführt.
Innovative Analysen
Im produktiven Einsatz entwickeln SAP-Anwendungen jedoch ein gewisses „Eigenleben“. Wünsche aus den Fachabteilungen und betriebliche Notwendigkeiten führen mit der Zeit dazu, dass die einst formulierten Soll-Prozessmodelle und die real „gelebten“ Geschäftsprozesse immer weiter auseinanderklaffen. Ohne die Kenntnis der Ist-Prozesse lässt sich jedoch keine belastbare Analyse der Prozessleistung etablieren. Das trifft umso mehr auf Organisationen zu, in denen nicht einmal eine Dokumentation der angestrebten Soll-Prozesse vorliegt.
Zu mehr Klarheit kann hier ein innovatives Prozessanalyse- und Controlling-Werkzeug wie Aris PPM (Process Performance Manager) führen. Es dient in erster Linie der objektiven Messung der Kennzahlen von End-to-End-Prozessen, die eine Bewertung der Geschäftsprozesse im Hinblick auf Zeit, Kosten, Qualität und Mengen erlauben. In Erweiterung klassischer Business-Intelligence-Technologien liefert das System für jede berechnete Kennzahl die Erklärung gleich mit: Da die Ursache für Performance-Abweichungen natürlich in der Prozessausführung steckt, ist es möglich, zu jeder Kennzahl die ursächlichen Prozesse zu betrachten und Schwachstellen sofort zu identifizieren.
Realitätsnahe Prozesse
Aris PPM liefert diese Analysen, ohne dass der Soll-Prozess a priori im Detail manuell modelliert wurde. Die Technik der Process Discovery rekonstruiert aus den prozessrelevanten Daten oder Ereignissen der beteiligten Anwendungen weitgehend automatisch die Struktur der im betrieblichen Alltag tatsächlich durchgeführten Geschäftsprozesse. Dieser Rekonstruktionsprozess kann auf eine einfache Folge von Aktivitäten und Funktionen oder auf eine komplexe grafische Darstellung mit Rückwärtssprüngen, Schleifen und Verzweigungen hinauslaufen.
Um die grafischen Prozessdarstellungen zu erstellen, sind zwei Schritte nötig: Erstens müssen die Ereignisse/Prozessfragmente identifiziert werden, die zur selben Prozessinstanz gehören, und zweitens müssen all diese Ereignisse in der korrekten Ablauffolge angeordnet werden. Neben der Visualisierung der Struktur jeder einzelnen Prozessinstanz ist Aris PPM zur Unterstützung der Analyse und des Controllings zusätzlich in der Lage, eine sogenannte aggregierte Prozesssicht dynamisch zu erzeugen. Damit ist das Zusammenfassen von Massenprozessen zu einem einzigen Prozessmuster gemeint.
Dieser automatisch angelegte Geschäftsprozess stellt im Grunde das durchschnittliche Verhalten der zugrunde liegenden, tatsächlich durchlaufenen Prozessinstanzen dar. Visualisierungen erlauben dem Prozessverantwortlichen, sofort zu erkennen, wo Probleme und Engpässe auftreten.
Kurzum: Die Visualisierung der Geschäftsprozesse wird hier nicht auf dem traditionellen manuellen Modellierungsweg entworfen. Ganz im Gegenteil: Die Modelle werden aus den im Unternehmensalltag real gelebten Prozessen durch Zusammenführung und Sortierung von Ereignissen generiert. Der Geschäftsprozessfluss lässt sich automatisch auf Prozessinstanz-Ebene bestimmen, ohne vorab das Prozessverhalten modellieren zu müssen.
Diese Kennzahlen bilden in weiterer Folge eine verlässliche Grundlage für flexible Auswertungen zu Fragen, die Unternehmer wirklich beschäftigen beziehungsweise fürs Geschäft relevant sind.
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