Elektronische Geldbörse

Elektronische Geldbörse ()Foto:

Unternehmen profitieren beim Bezahlen mit dem Handy durch Einsparungen in der Verwaltung.

Mit Paybox existiert in Österreich ein offener Standard für das mobile Bezahlen, den die mehr als vier Mio. Vertragskunden der großen Mobilfunker sofort und ohne Anmeldung nützen können.
„Unser betreiberübergreifender Bezahlstandard nützt allen Betei­ligten“, sagt Jochen Punzet, CEO der Mobilkom-Tocher Paybox. Denn die große Anzahl der potenziellen Nutzer macht Handy-Payment für den Handel attraktiv, und so kann heute schon bei mehr als 6000 Akzeptanzstellen bezahlt werden. Paybox Austria hat über 700.000 Kunden, die jährlich rund 5,5 Mio. Zahlungen per Handy durchführen.
Auch in den Unternehmen erfreut sich Handy-Payment zunehmender Beliebtheit. Knapp 19.000 Mitarbeiter aus über 2000 Unternehmen setzen die bargeldlose Lösung ein, um Parkscheine, Taxirechnungen oder die Maut zu bezahlen. Auch Bahntickets und Fahrscheine im Nahverkehr begleichen die Unternehmenskunden häufig per Handy. Die Mitarbeiter ersparen sich dabei die mühsame Abrechnung von Kleinstbeträgen und müssen die Rechnungssumme auch nicht dem Arbeitgeber vorschießen.

Automatische Verbuchung
Auf der Unternehmensseite reduziert die automatisierte Spesenabrechnung den Verwaltungsaufwand um bis zu 50 Prozent, da Kleinstrechnungen nicht mehr manuell geprüft und separat freigegeben werden müssen. Die Rechnungsdaten werden monatlich per Sammelrechnung übermittelt, direkt in SAP geladen und die einzelnen Posten den entsprechenden Kostenstellen und Mitarbeitern zugeordnet. Durch die Automatisierung werden Bearbeitungsfehler und der Verlust von Belegen vermieden.
Und das Unternehmen kann die Mitarbeiter gezielt freischalten und so festlegen, wer etwa mit Business-Paybox im Taxi bezahlen oder Handyparken nutzen darf. Da das große Sparpotenzial durch die Automatisierung der Verwaltungsabläufe zunehmend erkannt wird, rechnet Punzet damit, dass Paybox auch in Zukunft bei den Businesskunden kräftig zulegen wird.


Christian Stemberger, Economy Printausgabe 85-06-2010, 25.06.2010 Kommentar posten


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