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Foto: Bilderbox.comMit mehreren Standorten in Österreich und Niederlassungen in Mexiko, Spanien und Italien ist Kioto Clear Energy weltweit eine der am schnellsten wachsenden Unternehmensgruppen im Bereich der erneuerbaren Energien. So erfreulich das starke Wachstum von Kioto auch sein mag, es führte ebenfalls zu einer inhomogenen IT-Landschaft der Gruppe.
Diese sollte mittelfristig konsolidiert werden, einerseits um die Infrastrukturkosten zu reduzieren, andererseits um die Transparenz im Unternehmen über die verschiedenen Geschäftsbereiche und Standorte hinweg sicherzustellen. Dazu wurde die gruppenweite Vereinheitlichung des Warenwirtschaftssystems angestrebt. Erst die Homogenisierung der eingesetzten Informations- und Kommunikationstechnologie ermöglicht die Umsetzung der unternehmensweiten Strategie und die Steuerung und Überwachung der verschiedenen Bereiche der Geschäftstätigkeit wie etwa des Vertriebs.
Zauberformel Skalierbarkeit
Da die Fusionierung von IT-Systemen zusätzliche Komplexität bedeutet, entschied sich Kioto für die Auslagerung weiter Bereiche der IT an einen Dienstleister. Christian Bauer, Marketingleiter bei Telekom Austria, sieht bei Unternehmenszusammenschlüssen einen deutlichen Trend zum Outsourcing: „Diese Situation, in der ohnehin große Veränderungen anstehen, nutzen viele Unternehmen, um über neue Wege nachzudenken.“
Die Krise hat diesen Trend ebenso forciert, denn alle spüren den Kostendruck. Laut Bauer ist es aber gerade die gebotene Flexibilität, die Outsourcing für den Mittelstand so interessant macht: „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Unternehmen auf Marktveränderungen rasch reagieren können.“ Sowohl was die Anzahl der Arbeitsplätze als auch die Bandbreite oder die Rechenleistung der Server betrifft, ist die Skalierbarkeit der IT in den letzten Jahren zu einer Zauberformel geworden. Die Fähigkeit, diese Ressourcen kurzfristig zu vertretbaren Kosten zur Verfügung stellen zu können, macht IT-Anbieter wie Telekom Austria als Outsourcingpartner attraktiv.
Zudem nimmt die Komplexität der IT immer weiter zu, etwa durch die Servervirtualisierung. Selbst scheinbar so triviale Themen wie Windows 7 sind mit einem hohen Aufwand verbunden, da sich die Einführung eines neuen Betriebssystems auf viele andere Bereiche der IT-Landschaft auswirkt. Und diese Modernisierungsschritte kommen in regelmäßigen Abständen auf die Unternehmen zu. „Wenn der Kunde das selbst macht“, betont Bauer, „muss er dafür Kompetenz aufbauen, ohne dass dem ein Nutzen gegenübersteht. Denn vom Mitbewerb kann er sich so nicht absetzen.“ Lagert er aber die Informationstechnologie aus, so befindet sich diese immer auf der Höhe der Zeit, und er kann sich gleichzeitig auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.
Kioto entschied sich für den Weg der selektiven Auslagerung. Neben den Office-Applikationen und E-Mail läuft die Warenwirtschaftssoftware im Rechenzentrum von Telekom Austria. Die Anwendungen, die zur Kernkompetenz von Kioto gehören, wie CAD, Bildbearbeitung und die Spezialsoftware für Produktionslinien, verblieben im Haus.
Ein Ansprechpartner
Telekom Austria tritt als Komplettanbieter auf, der seine Outsourcingdienstleistungen vom Sprach- und Datennetz über Desktops bis hin zum Rechenzentrum spannt. „Damit können wir eine in sich abgestimmte Lösung anbieten. Der Kunde hat einen Ansprechpartner, anstatt mehrere Dienstleister managen zu müssen“, resümiert Bauer. Er sieht einen ungebremsten Auslagerungstrend, der nächste treibende Faktor macht sich bemerkbar: „Nun kommt das Thema Mobilität auf die Unternehmen zu. Auch das lässt sich mit Outsourcing leichter bewältigen.“ Heute liegt der Bedarf noch beim Infrastrukturoutsourcing, künftig wird das Betreiben der Applikationen in der Wolke, auch bekannt als Software as a Service, an Bedeutung gewinnen.
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