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zur Startseite "Technologie"E-Government nur mit Microsoft
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH„Wir hätten die Partnerschaft ja gar nicht gebraucht, aber wenn unsere Anwendungen schneller und leichter genutzt werden können, ist das auf jeden Fall ein Gewinn“, freut sich Manfred Matzka, Sektionschef im Bundeskanzleramt und verantwortlich für die Initiative „Digitales Österreich“. Zur Partnerschaft mit Microsoft ließ sich das Bundeskanzleramt nicht lange bitten. „Wer von Unternehmerseite mit einer Idee auf uns zukommt, hat uns schon“, stellte Matzka bei der Präsentation des neuen „Digitales-Österreich-Browser“ klar. Dass man sich damit auf ein ohnehin marktbeherrschendes Unternehmen einlässt, stört Matzka nicht: „Wir sind offen für alle Angebote, wir warten auch auf andere Anbieter. Ich bin froh, über jede technische Möglichkeit, E-Government-Inhalte unter die Leute zu bringen“, weist Matzka Kritik entschieden zurück.
Der Browser ist so neu nicht. Zwar hat der US-Software-Riese laut Microsoft-Österreich-Geschäftsführerin Petra Jenner „einen fünfstelligen Betrag in die Entwicklung dieses weltweit einzigartigen Pilotprojekts investiert“, das Ergebnis ist aber nur eine zusätzliche Menüleiste für den Internet Explorer 8 (IE8). Damit stehen die wichtigsten Onlineverwaltungsangebote übersichtlich zur Verfügung. Die Menüleiste beinhaltet eine Suchfunktion und sieben Felder (Aktuelles, Mein Amtshelfer, Meine Bürgerkarte, Mein Bundesland, Sicher im Internet, Top-Anwendungen, Mein Österreich).
Nur 150.000 haben Bürgerkarte
Alle heimischen E-Government-Services wie etwa Rechtsauskunft oder Lohnsteuerausgleich können jetzt laut Matzka noch komfortabler genutzt werden. Derzeit gibt es 1000 Formulare zum Download, mehr als 350 Verfahren können direkt online abgewickelt werden. „Alles rund um Geburt, Führerschein und Reisepass sind die beliebtesten Anwendungen bei den Bürgern“, berichtet Matzka. Allerdings könnte die Nutzung noch besser sein. Nur 150.000 Österreicher haben eine Bürgerkarte/digitale Signatur im Einsatz.
Verdient hat am E-Government-Browser Microsoft-Partner Bluestep. „Vier bis sechs Personen waren rund vier Monate mit der Entwicklung beschäftigt“, sagt Bluestep-Geschäftsführer Stefan Walther. Der E-Government-Browser steht auf dem Digitales-Österreich-Portal zum Download in zwei Varianten zur Verfügung. (Gesamtpaket IE8-Explorer oder nur Zusatz zu bestehendem IE8). Auf den Konkurrenzbrowsern wie etwa Firefox, Opera, Apples Safari und Google Chrome können die E-Government-Angebote nur wie bisher übers Internetportal genutzt werden.
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