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zur Startseite "Leben"Test: Landschaften
Foto: EPAWenig überraschend ist die Toskana einer der Favoriten – und hier vor allem die Region Maremma. Dies deshalb, weil diese südtoskanische Küstengegend nicht dem klassischen Touristenbild der Toskana entspricht, sondern gewissermaßen unverfälschter geblieben ist. Die Kombination der von Pinien, Zypressen, Olivenbäumen und Weinreben gezeichneten wundervollen, sanft hügeligen Landschaft ohne große Hotelprojekte und mit dem Schwerpunkt auf sanftem und Agrotourismus macht die Maremma zu einer der lieblichsten Landschaften in Europa.
Bleiben wir noch in diesem Erdteil: Umflort vom Duft der Lavendelfelder, berauscht von den kraftvollen und geschmeidigen Weinen lässt sich das Leben im Hinterland der französischen Provence vorzüglich genießen. Gemeinsam mit dem kulinarischen Angebot ist diese Region Südfrankreichs ein Fest für die Sinne, Kennern wird man nicht mehr viel dazu erklären müssen.
Von den Genüssen zur inneren Einkehr: Wem mehr der Sinn nach Kontemplation steht, der wird im ländlichen Finnland sein Glück finden. In den Sommermonaten dort an einem der Zehntausenden von Seen eine „Mökki“ (ein Ferien- oder Landhaus) zu mieten, zählt zu einem der intensiveren Erlebnisse, die man mit der Natur haben kann. Und an Natur mangelt es in Finnland nicht, zudem bleibt diese garantiert ungestört von Nachbarn.
Eine Landschaft der mystischeren Sorte bilden die schottischen Highlands. Eine Reise oder ein Farmhaus-Aufenthalt in den Sommermonaten können zusammen mit Highland-Ausflügen und Whisky-Touren selbst dem größten Landmuffel Anerkennung abringen. Das Farbenspiel der Hügelgegend, die reinen Gerüche und das klare Licht der Sommersonne gehören in Nordschottland zu den gehobeneren
Naturgenüssen.
Sattes Grün der Reisfelder
Verlassen wir nun Europa und sehen uns ein wenig in Asien um. In der Fülle der interessanten, dramatisch schönen Landschaften und ländlichen Gegenden auf diesem Kontinent darf eine besondere Region nicht fehlen: das Irrawaddy-Flussdelta in Myanmar. Mag sein, dass das Mekong-Delta in Vietnam bekannter und einfacher zu bereisen ist, das Irrawaddy-Delta ist aber auf jeden Fall unberührter und gibt den klassischen Bildeindruck asiatischer landschaftlicher Schönheit wieder. Die Kombination des gemächlich mäandernden Flusses mit dem satten Grün der Reisfelder unter der hellen Tropensonne ist ein unvergleichliches Erlebnis.
Im krassen Gegensatz zur Überfülle an Farben und landschaftlicher Sanftheit in Myanmar steht die Landschaft entlang des Karakorum-Highways, der China und Pakistan verbindet und entlang einer landschaftlich äußerst abwechslungsreichen Strecke verläuft, die die Gebirge des Pamir, des Karakorum, des Himalaya und teilweise des Hindukusch umfasst.
Wenngleich eine Reise entlang der 1284 Kilometer langen Straße nicht unbedingt einen Sonntagsausflug darstellt, wird man von Eindrücken entschädigt, die man sonst wohl kaum auf diesem Planeten in dieser Fülle sammeln kann. Die Straße führt an einer Reihe von Achttausendern vorbei, vor allem dem Nanga Parbat. Der höchste Punkt der Strecke wird mit 4733 Metern erreicht. Es ist möglich, die Straße mit dem Mietwagen (in der Regel mit Chauffeur) zu befahren.
Pampa, Prärie, Tundra
Schwenk nach Südamerika: Wer den Charme von Weite und Kargheit liebt und neue Dimensionen von Landschaft kennenlernen will, der wird in Patagonien fündig. Von der Pampa bis in die subantarktische Region Feuerlands erstreckt sich eine unendliche Weite, die kaum in ihrer Vielfalt erschlossen werden kann. Kontakt zur Mystik Patagoniens stellt man am besten durch einen Aufenthalt auf einer der abgeschiedenen Estancias her; das sind Schafs- oder Rinderfarmen, die auch an Reisende vermieten.
Wer noch eine andere Landschaft ohne Ende sucht, begibt sich am besten ins zentrale oder nördliche Kanada. Ein Trip über die Baumgrenze in Alberta oder Saskatchewan eröffnet erst einen Eindruck, was landschaftliche Endlosigkeit überhaupt ist.
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