Leben
zur Startseite "Leben"Qual und Qualität
Foto: Per aspera ad astra – „auf rauen Wegen zu den Sternen“. Obwohl das Wort „Qualität“ an sich keine Bewertung beinhaltet, sondern vom lateinischen „qualitas“ herrührt und Beschaffenheit, Güte oder Wert eines Dinges beschreibt, wird es im täglichen Sprachgebrauch oft wertend gebraucht. So wird Qualität etwa als Gegenstück zu Quantität verstanden. Wie mit der Bezeichnung Qualität umgegangen wird und ob die Qualität aus der Qual quillt, wie der Mystiker Jakob Böhme behauptet, ist Ansichtssache. Thomas Alva Edison hatte 70 Jahre lang gearbeitet, als er 1931 mit 84 Jahren starb; 1033 Erfindungen bekam er patentiert, mehr als jeder andere Mensch; 6000 Versuche stellte er an, bis er für die Glühbirne den richtigen Glühfaden gefunden hatte. Edison wird der Ausspruch zugeschrieben: „Genie ist 99 Prozent Transpiration und ein Prozent Inspiration.“ Journalisten werden damit traktiert: „Wenn du etwas hingeschrieben hast, so wage nicht, es gut zu finden, bloß weil es von dir ist! Wenn die Zeit reicht, nutze die Einsicht, dass die Plage nun erst beginnt: nämlich an dem Text zu feilen, so lange, bis er sein Optimum erreicht hat.“ Da nehme ich mich nicht aus. Immer wieder ist es wie ein kleines Wunder, wenn ich doch noch nach längst überschrittener Deadline meine geliebte, immer wieder augenrollende Lektorin mit 26 Buchstaben beehre. Sollte ich es auch diesmal – nach all der Qual – wieder einmal geschafft haben? Tatsächlich, das ist ja schon der letzte Satz.
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