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21. April 2018

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Gesellschaftlicher Wandel und Zukunftsängste

Gesellschaftlicher Wandel und Zukunftsängste© Bilderbox.com

145 Euro monatlich verwenden Österreicher für ihre Vorsorge, so eine aktuelle repräsentative IMAS-Studie. Bei der Anlage zählt die Sicherheit mehr als der Ertrag und für 84% ist die finanzielle Vorsorge ein ganz zentrales Thema. Rund 75% glauben nicht mehr an eine ausreichende staatliche Pension.

Österreicher, die ganz allgemein an die langfristige Zukunft denken, geben eine überwiegend pessimistische Einschätzung ab: 29% blicken mit Skepsis, 31% sogar mit Sorge auf den Zeitraum der nächsten zehn Jahre. Der Grund dafür liegt auch darin, dass man mit dem als zu schnell empfundenen Wandel der Gesellschaft nicht mehr Schritt halten kann: Besonders der Fortschritt in Technik und Wissenschaft, die Nutzung von Smartphones und Tablets sowie die Kommunikation über die Sozialen Medien beschleunigen das Alltagsleben.

Gesundheit, Pension und Familie als zentrale Vorsorgethemen
Dazu kommt fehlendes Vertrauen in die künftige gesetzliche Pension: Drei Viertel glauben nicht daran, dass sie zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung alleine mit der staatlichen Pension ihren Lebensstandard halten werden können. Die Kombination aus schnellem gesellschaftlichem Wandel und wachsenden Zukunftsängsten wirkt sich wiederum sehr stark auf das Vorsorgebedürfnis der Österreicher aus.
Für mittlerweile mehr als vier Fünftel der Befragten (84%) ist die finanzielle Vorsorge eher wichtig, für zwei Fünftel (43%) sogar sehr wichtig. Für die junge Generation (16- bis 29-Jährigen) ist dabei mit 91% die Bedeutung der Vorsorge im Vergleich auffallend hoch. 52% stimmen stark zu, dass die private Vorsorge immer wichtiger wird, da der Staat seine Pensionsleistungen weiter reduzieren wird. Die Studie belegt auch das Interesse der Österreichern primär bei Gesundheits- und Altersvorsorge (70%) und die Absicherung der Familie (rund 60%).

Die Bank ist vertrauter Ansprechpartner
„Die Studie bestätigt uns, dass in der Gesellschaft ein erhöhtes Absicherungsbedürfnis herrscht und die private Vorsorge immer wichtiger wird. Für uns als Lebens- und Bankenversicherer ein klares Signal, Produkte und Serviceleistungen den aktuellen Lebensumständen anzupassen und die Nähe zum Kunden noch mehr in den Fokus zu rücken“, sagt Manfred Rapf, Generaldirektor der s Versicherung.
„Gerade die finanzielle Altersvorsorge ist so individuell und vielseitig, dass man sie mit einem Profi gemeinsam planen sollte“, so Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank Oesterreich. Als Anbieter konkreter Hilfestellungen und Services sehen immerhin 31% der Befragten die Bank bzw. die Versicherung und 27% schätzen eine gute Erreichbarkeit ihrer Finanzpartner über unterschiedlichste Kanäle.
 
Neun von zehn Österreichern sorgen bereits vor
91% der befragten Österreicher geben an, zumindest ein Vorsorgeprodukt zu besitzen, für das sie durchschnittlich 145 Euro pro Monat ausgeben. Männer liegen beim investierten Vorsorgekapital mit 183 Euro pro Monat deutlich vor den Frauen, die im Schnitt 100 Euro für das Alter zurücklegen. Die beliebtesten Vorsorgeprodukte sind die klassische Haushalts- bzw. Eigenheimversicherung mit 60% und das Sparbuch mit 58%, gefolgt vom Bausparvertrag und der privaten Unfallversicherung mit je 44%.

Ein Drittel der Österreicher besitzt eine klassische Lebensversicherung, 29% sorgen mittels Immobilienbesitz vor und 23% setzen auf eine private Krankenversicherung. Eine Firmenpension, eine Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung und Wertpapiere befinden sich jeweils im Portfolio von einem Fünftel (20%) der Befragten. Im Vergleich dazu haben erst 3% eine private Pflegeversicherung abgeschlossen.
 
Sicherheit geht vor Rendite
Bei der Veranlagung von Geld zählt für die Österreicher ganz klar Sicherheit vor Rendite. Bei der Wahl zwischen diesen beiden Faktoren sprechen sich 60% für die Sicherheit aus. 29% präferieren eine ausgewogene Veranlagung und nur eine Minderheit von 5% setzt eher auf eine hohe bzw. höchstmögliche Rendite. Auch in einer Betrachtung mehrerer Faktoren im Zusammenhang mit der Veranlagung zu Vorsorgezwecken liegt eine hohe Rendite mit 27% abgeschlagen auf dem letzten Platz.
Wichtiger sind den Österreichern die Produktflexibilität (41%), eine Kapitalgarantie (42%), Transparenz des Produktes (43%), gute Beratung (43%) und ein geringes Veranlagungsrisiko (50%). „Diversifikation ist das Allerwichtigste bei der Vorsorge – niemals alles auf eine Karte setzen“, betont Schaufler. Bei einem EZB-Leitzins von 0% ist der Kaufkraftverlust (Inflation 2,6%) beim klassischen Sparen allgegenwärtig. „Man sollte neben den liquiden Mitteln, die man für die Notfälle des Alltags braucht, sich mit seinem Berater eine langfristige Strategie überlegen, um zumindest die Inflation auszugleichen.“

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 28.11.2017