Es geschieht uns ganz recht

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Es geschieht uns recht, wenn die dringend benötigten Wissenschaftler, Techniker und Facharbeiter Österreich in Hinkunft meiden und sich lieber woanders ansiedeln. Weil es sich herumspricht, wie Politiker und Behörden mit Leuten umgehen, die hier leben und arbeiten wollen. Weil Politiker mut willig die Familie Zogaj ausweisen lassen und die Zeqajs und die Milicis und Tausende andere. Vielleicht wären unter ihnen künftige Schwimmeuropameisterinnen und die begehrten Mechatroniker. Sicher sind unter ihnen jene Facharbeiter, die die Wirtschaft hände ringend sucht. Sollen sie doch dieses ungastliche Land meiden. Es geschieht uns recht, wenn alle einen wirtschaftlichen Schaden davontragen – von der moralischen Schande ganz zu schweigen. Weil Industrielle und Wirtschaftskämmerer, die sonst gar nicht auf den Mund gefallen sind, ihren Parteifreund Günther Platter im Innenministerium nicht von seinem wirtschaftsschädigenden Verhalten abhalten können. Das Land verdient seine Politiker, wenn es keinen Aufstand gegen sie organisiert. So wie es uns recht geschieht, dass die goldene „Adele“, Gustav Klimts Porträt von Adele Bloch-Bauer, nun in einem New Yorker Museum hängt statt im Wiener Belvedere. Die damalige Bildungsministerin ElisabethGehrer hatte die Verhandlungen mit der später als recht-mäßig erkannten Erbin Maria Altmann vergurkt. Die Republik gab lieber Mio. US-Dollar an Anwaltskosten aus und ging bis zum US-Höchstgericht, um Altmanns Klage abzuwehren, statt einen Vergleich mit ihr zu schließen. Niemand schafftees, die damalige Regierung von ihrem Österreich schädigen-den Verhalten abzubringen. Ganz abgesehen von der Moral. Nun ist Adele weg, und Arigona Zogaj ist schon halb weg.
Ausgewählte Berichte und Kommentare aus den Schwerpunkt-Ausgaben bereits erschienener economy Printausgaben.


Margarete Endl, Economy Webartikel, 09.12.2011 Kommentar posten


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