Leben
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Foto: Ich bin einer Dimension auf der Spur. Einer Dimension in ihrer ganzen Bandbreite und Bedeutungsvielfalt, von Weltzeit und Lebenszeit, von Geschichte und Ewigkeit, von Dauer und Augenblick: Was ist Zeit?
Zeit ist das, was uns fehlt, wenn sich zu viel ereignet. Schon Aristoteles fragte, „ob die Zeit existieren würde, wenn es kein Bewusstsein gäbe“. Eine eindeutige Antwort ist bis heute weder von Natur- noch von Geisteswissenschaftlern gefunden worden. Aristoteles definierte Zeit als „das Maß der Bewegung nach dem Früher und Später“.
Jeder Mensch erlebt subjektiv den Ablauf der Zeit – einerseits in Bezug auf sein Leben und andererseits in Bezug auf die Personen und Dinge der Welt. Den subjektiven Ablauf der Zeit teilt der Mensch ein in die Vergangenheit, die er zwar schnell vergisst, aber grundsätzlich genau kennt, und die Zukunft, die er nicht voraussagen kann, die aber sein Schicksal enthält und die er deshalb fürchtet. Dazwischen empfindet er das „Jetzt“, „den Augenblick“, die „Gegenwart“, in der er sein Leben „erlebt“. Dies birgt einen Konflikt in sich: Auf einer objektiven Zeitskala ist das Bewusstsein des gegenwärtigen Momentes lediglich ein Trennpunkt ohne Dauer zwischen Vergangenheit und Zukunft. Mit diesen Begriffen verknüpft der Mensch auch die Kausalität, indem die Ursache vor dem bewirkten Ereignis liegen muss. Auch wenn die Zeit subjektiv noch so verschieden schnell ablaufen kann, die kausale Folge bleibt bestehen, im „Jetzt“ allerdings verwischt.
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