Die Zukunft der Mobilität

Die Zukunft der Mobilität (Verbund)Foto: Verbund

Der Klimawandel erfordert ein neues Energie- und ein neues Mobilitätssystem; deshalb treiben wir die Elektromobilität voran. Österreich hat beste Voraussetzungen, weil der Strom schon heute überwiegend aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird. So wird das Klima wirklich geschützt; und weil moderne Elektroautos umgerechnet weniger als zwei Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen, wird auch die Geldbörse geschont.
Seit 2009 sind der Verbund und mehr als ein Dutzend Partner aus Industrie und Forschung in der offenen Plattform „Austrian Mobile Power“ engagiert. Magna, Siemens und Verbund haben jetzt die Firma Austrian Mobile Power Management (AMP) gegründet, um Investitionen von rund 50 Mio. Euro bis 2020 voranzutreiben. In zehn Jahren könnten in Österreich 250.000 Elektroautos unterwegs sein. Diese würden jährlich 800 Mio. Kilowattstunden (kWh) Strom verbrauchen. Allein der Verbund kann die­se Menge problemlos mit erneuerbarer Energie bereitstellen; bis 2015 sind in Österreich neue Wasser- und Windkraftwerke mit zusätzlicher Ökostrom-Erzeugung von einer Mrd. kWh geplant.
AMP setzt auf ein „Lade-überall“-Konzept, bei dem Starkstrom aus der Steckdose zu Hause oder während der Arbeit oder des Einkaufs am Parkplatz und so weiter verwendet wird. In diesen Steckdosen sorgt eine eigene Kommunikationsschnittstelle für Identifizierung und Abrechnung, denn jedes Fahrzeug gilt als eigener Verbraucher, ähnlich, wie es bei Handys funktioniert. Der Aufbau der Infrastruktur startet heuer. Spätestens ab 2013 dürften weltweit moderne, reichweitenstarke Elektro-Serienfahrzeuge auf dem Markt sein – entweder zum Kauf oder via Leasing. Die Vision für Österreich im Jahr 2050: In unseren Autos findet sich Erdöl bestenfalls noch als Schmiermittel, und Emissionen kommen nur noch aus dem Radio.
Wolfgang Pell ist Leiter der Abteilung Innovation, Forschung und Entwicklung beim Verbund.


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Wolfgang Pell, Economy Printausgabe 80-01-2010, 29.01.2010 Kommentar posten


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