Leben
zur Startseite "Leben"Die Hoffnung stirbt zuletzt
Foto: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ lautet ein abgegriffenes Sprichwort, wobei ich gleich vorweg aus aktuellem Beitragsanlass und aus eigener professioneller Erfahrung ernst-haft anmerken möchte, dass sie zum Bei-spiel in Afrika schon längst in grausamer, ernüchternder Weise verschieden ist. Hoffnungen sind ja generell sehr merkwür-dige und daher eher als unnötig zu bezeich-nende Gefühlsregungen. Wer hofft denn nicht auf einen Sologewinn beim Euro-Millionen-Lotto, um dann Woche für Woche vom Schicksal ausgelacht zu werden? Wer hofft nicht auf die Erwiderung seiner Liebe und Zuneigung? Klappt es dann aber für eine mehr oder weniger lange Zeit, geben sich letztendlich in vielen Fällen Trennungsschmerz und/oder Scheidungskrieg die Türklinke in die Hand. Gar manch große Hoffnungen hegen Konzernbosse oder Kleinunternehmer, um dann im Insolvenzverfahren vor den Trümmern der Träume oder der eigenen Existenz zu stehen. Wir hoffen auch stets auf Politiker, die wirklich unsere Inter-essen, Anliegen und Bedürfnisse vertreten, und werden von der Realität in der Regel, wenn nicht plump verhöhnt, so zu-mindest eines Besseren belehrt. Manche hoffen und bangen mit ihrem Lieblingssportverein, um zu Saisonende bittere Tränen zu vergießen. Von der Hoffnung auf einen sicheren Arbeitsplatz, auf ein sorgenfreies Rentnerdasein oder zumin-dest auf Gesundheit oder Weisheit will ich nobel schweigen, denn das würde zu manch kleiner Depression führen. Ich gehe die Sache kleiner an und hoffe lediglich, Sie mit meinen Beiträgen in diesem Jahr nicht gelangweilt zu haben. Der Antwort darauf sehe ich mit Spannung entgegen. Merry Christmas!
Ausgewählte Berichte und Kommentare aus den Schwerpunkt-Ausgaben bereits erschienener economy Printausgaben.
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