Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die Hoffnung stirbt zuletzt ()Foto:

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ lautet ein abgegriffenes Sprichwort, wobei ich gleich vorweg aus aktuellem Beitragsanlass und aus eigener professioneller Erfahrung ernst-haft anmerken möchte, dass sie zum Bei-spiel in Afrika schon längst in grausamer, ernüchternder Weise verschieden ist. Hoffnungen sind ja generell sehr merkwür-dige und daher eher als unnötig zu bezeich-nende Gefühlsregungen. Wer hofft denn nicht auf einen Sologewinn beim Euro-Millionen-Lotto, um dann Woche für Woche vom Schicksal ausgelacht zu werden? Wer hofft nicht auf die Erwiderung seiner Liebe und Zuneigung? Klappt es dann aber für eine mehr oder weniger lange Zeit, geben sich letztendlich in vielen Fällen Trennungsschmerz und/oder Scheidungskrieg die Türklinke in die Hand. Gar manch große Hoffnungen hegen Konzernbosse oder Kleinunternehmer, um dann im Insolvenzverfahren vor den Trümmern der Träume oder der eigenen Existenz zu stehen. Wir hoffen auch stets auf Politiker, die wirklich unsere Inter-essen, Anliegen und Bedürfnisse vertreten, und werden von der Realität in der Regel, wenn nicht plump verhöhnt, so zu-mindest eines Besseren belehrt. Manche hoffen und bangen mit ihrem Lieblingssportverein, um zu Saisonende bittere Tränen zu vergießen. Von der Hoffnung auf einen sicheren Arbeitsplatz, auf ein sorgenfreies Rentnerdasein oder zumin-dest auf Gesundheit oder Weisheit will ich nobel schweigen, denn das würde zu manch kleiner Depression führen. Ich gehe die Sache kleiner an und hoffe lediglich, Sie mit meinen Beiträgen in diesem Jahr nicht gelangweilt zu haben. Der Antwort darauf sehe ich mit Spannung entgegen. Merry Christmas!
Ausgewählte Berichte und Kommentare aus den Schwerpunkt-Ausgaben bereits erschienener economy Printausgaben.


Mario Koeppl, Economy Webartikel, 02.12.2011 Kommentar posten


Sind wir Markentrottel?

Sind wir Markentrottel?

Was täten meine Frau und ich bloß ohne TV-Spots, die uns penetrant und mit ge stiegener ... mehr

Durstig bis zum Umfallen

Durstig bis zum Umfallen

Sie haben alles – vom Baby-Alter angefangen. Die Kinder von heute leben im Überfluss. Sie haben ... mehr

Zwischen Ringelreih und Räuberei im Netz

Zwischen Ringelreih und Räuberei im Netz

Paranoia tut not, weil das Internet immer näher kommt. Paranoia tut not, weil das ... mehr

Der Sensenmann hat mich schon

Der Sensenmann hat mich schon

„Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben!“ Dieser Satz kommt mir dieser Tage bei der mehr ... mehr

Fest or Famine

Fest or Famine

Despite all the negative statistics on unemployment, a global Manpower-study indicates that 50 ... mehr

Abgebrüht und älter

Abgebrüht und älter

Hund oder Katz am Kragen festgenäht – wer will das schon? Wenn Tiere im Wohnzimmer wohnen und ... mehr

Creating Happiness at Work

Creating Happiness at Work

Annually, top leadership gurus, from renowned psychologist Marty Segilman to former Polygram ... mehr

Bloß nicht jüdisch sein

Bloß nicht jüdisch sein

„Papa, heute war ich ein Jude.“ Das sagte das Kind zum Vater, das einen Stern auf seinen ... mehr

Schlaflos in die E-Bildung

Schlaflos in die E-Bildung

Marktforscher, liebevoll auch Auguren genannt, wollen ein aufflammendes Verlangen nach ... mehr

Wetterdilettanten

Wetterdilettanten

Eigentlich schneit es hier in North Carolina ja nicht. Der Winter besteht aus Temperaturen, die ... mehr

In sechs Monaten wird sicher alles besser

In sechs Monaten wird sicher alles besser

Call-in-Fernsehen entwickelt sich immer mehr zum Volkssport. Begonnen hat alles mit ... mehr


 

Ihre Meinung:

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Image CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.