Leben
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Foto: Mit oben genanntem Credo, beschrieben in dem Bestseller Total Quality Control, trug Armand Val Feigenbaum 1961 zur Revolution des Qualitätsmanagements bei, das er sich zur Lebensaufgabe gemacht hat. Seine Thesen hatte er zehn Jahre zuvor als Doktorand am Massachusetts Institute of Technology entwickelt. Sie fanden zunächst vor allem in Japan große Beachtung. Der spätere „Qualitätsguru“ hatte schon damals die regelmäßige Durchführung von System-Audits empfohlen. Obwohl Feigenbaum den heute anders definierten Begriff „Control“ verwendete, meinte er bereits ein umfassendes Qualitätsmanagement. Qualitätskontrolle galt damals als unerhörte Forderung und glich einer Art Inspektion, die organisatorisch von der Produktion getrennt war. Feigenbaums ganzheitlicher Ansatz machte klar, dass Qualität und Produktion einander nicht widersprechen, sondern vielmehr ergänzen. Und dass Verbesserungen in der Qualität zu Verbesserungen in der gesamten Organisation führen. Vorausgesetzt, einige Bedingungen sind erfüllt. Allen voran die, dass Qualität als Management-Stil verstanden wird und es eine Infrastruktur geben muss, die sowohl die Qualitätsarbeit des Einzelnen als auch die Teamarbeit zwischen Abteilungen unterstützt. Diese Bedingungen gelten selbst heute noch nicht in allen Unternehmen.
Armand Val Feigenbaum:
„Total Quality Control“
864.Com, 1991, 2 Bde.
ISBN: 978-0071626286
ISBN: 978-0071626293