Tor zum All

Tor zum All (Photos.com)Foto: Photos.com

Österreich ist seit 2oo8 ESO-Mitglied.

Eine Sternstunde erlebte die Astronomie-Forschung hierzulande Mitte des Vorjahres durch den Beitritt Österreichs zur ESO, dem European Southern Observatory. Die Mitgliedschaft eröffnet den österreichischen Astronomen den Zugang zu den weltweit leistungsfähigsten Teleskopen – darunter das Very Large Telescope (VTL), das in 2600 Meter Höhe auf dem Cerro Paranal in der chilenischen Atacama-Wüste stationiert ist. VTL besteht aus vier Spiegelteleskopen mit jeweils 8,2-Meter-Spiegeln. Das Licht der vier Teleskope kann zu einem sogenannten VLT-Interferometer zusammengeführt werden, womit es zum weltweit größten „Fernrohr“ wird. Österreichische Wissenschaftler haben bereits in der Vergangenheit an zahlreichen Projekten der ESO mitgearbeitet, so etwa im Bereich der Astroseismologie oder bei der Erkundung sogenannter Roter Riesensterne.

Führende Organisation
Um die milliardenschwere Infrastruktur der ESO in Anspruch nehmen zu dürfen, muss Österreich eine Eintrittsgebühr in Höhe von 21,4 Mio. Euro bezahlen. 25 Prozent dieser Summe werden dabei als In-Kind-Leistungen erbracht. Das bedeutet, dass nicht Geld, sondern Hightech, Software und Know-how als Abgeltung geliefert werden. Zusätzlich fällt ein jährlicher Mitgliedsbeitrag von drei Mio. Euro an.
Die ESO wurde 1962 als Gegenpart zur amerikanischen Dominanz in der Weltraumforschung gegründet und hat sich mittlerweile zur weltweit führenden zwischenstaatlichen Astronomie-Organisation entwickelt.


Sonja Gerstl, Economy Printausgabe 80-01-2010, 29.01.2010 Kommentar posten


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